Keine Spekulation mit Nahrungsmitteln!

gebloggt von Kristina Schüpbach am 19. May 2012 in Globalisierung & Aussenpolitik
Die JUSO Schweiz hat heute an ihrer Delegiertenversammlung entschieden, eine Initiative zum Verbot von Nahrungsmittelspekulation zu lancieren und dafür der Geschäftsleitung den Auftrag zur Ausarbeitung eines Initiativtextes gegeben.

Nur ein Jahr nach Einreichung der 1:12-Initiative ist die Motivation in der JUSO und insbesondere unter den vielen engagierten Neumitgliedern gross, eine neue Initiative zu starten. Die Delegierten haben nun die Geschäftsleitung beauftragt, eine Initiative
für ein Verbot von Nahrungsmittelspekulation genauer auszuarbeiten.

Die Forderung der Initiative ist klar und einfach: Nahrungsmittelspekulation muss verboten werden, weil sie ungerecht, unsolidarisch und unnötig ist.

Der Reichtum einzelner Menschen führt dazu, dass sich der Finanzmarkt immer neue Betätigungsfelder erschliesst. So wird auch der Handel mit Agrarrohstoffen zunehmend der Spekulation unterworfen. Einige wenige machen auf Kosten aller anderen Milliardengewinne. Die spekulativen Preissteigerungen sind nicht nur zutiefst ungerecht, sondern stellen für Millionen von Menschen eine existentielle Bedrohung dar. Was die UBS als „Farbtupfer in Ihrem Portfolio“ bezeichnet, geht in Tat und Wahrheit auf Kosten von Menschen. Dabei mischt die Schweiz als Hort zahlreicher Rohstoffhändler und Finanzakteuren in diesem Geschäft mit Hunger tatkräftig mit. Die Initiative will deshalb diese primitivste Form der modernen Profitmacherei unterbinden und die Schweiz zwingen, aus der Rohstoffspekulation auszusteigen.

David Roth, Präsident der JUSO Schweiz freut sich: „Die JUSO ist im Gegensatz zu vielen anderen eine initiativfähige Partei. Mit dieser Forderung kämpfen wir gegen die widerlichste Fratze des Kapitalismus. Denn für die Profite einiger Weniger sterben jährlich Millionen von Menschen. Das wollen wir stoppen.“

Parolen für den 17. Juni 2012

Die JUSO hat ausserdem die Parolen für die nationalen Abstimmungen vom 17. Juni gefasst. Die JUSO empfiehlt ein…

NEIN zur Managed Care – Vorlage
NEIN zur Initiative „Staatsverträge vors Volk“
NEIN zur Initiative „Eigene vier Wände dank Bausparen“

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