SGV-Logik 0:1 gleich Paradies

12. November 2013

Die 1:12-Gegner behaupten, die Initiative führe zu hohen Steuerausfällen. Dies erscheint lächerlich, wenn man bedenkt, dass 1:12 noch vor 30 Jahren Realität war. In ihren „Berechnungen“ gehen die Gegner einfach davon aus, dass das oben weggenommene Geld auf wundersame Weise verschwindet. Das ist selbstverständlich nicht der Fall. Im besten Fall steigen stattdessen die tieferen Löhne, im schlechtesten steigen die Dividenden. Egal was eintrifft: das Geld wird weiterhin versteuert und Steuerausfälle sind darum nicht zu erwarten.
Wenn wir dem Gewerbeverband glauben würden, dann wäre es am sinnvollsten, eine Lohnspanne von 0:1 – einer verdient alles – zu haben, denn umso höher die Lohnspanne, umso höher die Steuereinnahmen – so die Logik des Gewerbeverbandes. Vielleicht lanciert er ja eine Initiative in diese Richtung, zu der wir dann alle brav Ja sagen können.

1:12 stärkt die Wirtschaft

12. November 2013

Gegner der 1:12-Initiative behaupten, Sie sei nicht umsetzbar. Das ist total falsch, 1:12 funktioniert nicht nur, nein, es stärkt die Wirtschaft sogar.

Bis in die 90er Jahre wurde 1:12 auch von den Grossunternehmen eingehalten, Lohnexzesse sind eine ziemlich neue Entwicklung. Es gab zudem schon mehrere Fälle, in welchen Grossunternehmen trotz überrissener Managerlöhne Stellen strichen, Löhne kürzten oder Verluste schrieben. Das Paradebeispiel dafür lieferte die UBS, welche 2006 2.5 Milliarden Franken Boni ausbezahlte, aber gleichzeitig auch 2.5 Milliarden Verlust machten. Dies beweist auch, dass diese hohen Löhne nicht leistungs- oder erfolgsbezogen sind, sondern Gier für solche Exzesse verantwortlich ist.

1:12-Gegner behaupten zudem, dass durch das Senken der obersten Löhne Steuersubstrat verloren gehe, was reine Angstmacherei ist. Ein Rückgang der Löhne des Managements würde nämlich bedeuten, dass mehr Geld im Unternehmen bleibt, und auch wenn dieses nicht in ein Anheben der unteren Löhne investiert wird, so wird das Geld zumindest durch die Unternehmenssteuer dem Staat zu Gute kommen. Jedoch macht ein Anheben der unteren Löhne durchaus Sinn, da dies dem Management ermöglichen würde, sich selbst mehr Geld auszuzahlen. In diesem Idealfall käme dann der Wirtschaft eine höhere Kaufkraft der breiten Masse wiederum zu Gute.

Legen Sie deshalb am 24. November ein JA zur 1:12-Initiative in die Urne und helfen Sie mit, die Schweizer Wirtschaft weiterhin auf Erfolgskurs zu halten.

Lasst euch nicht verarschen!

05. November 2013

„Ich persönlich finde ja auch, dass gewissen Lohnexzessen Einhalt geboten werden muss.“ – Markus Dietschi, BDP

„Viele von uns waren in den letzten Jahren befremdet bis entsetzt über die eklatanten Lohnunterschiede, bzw. die horrenden Saläre gewisser Manager. Das ist stossend und ungerecht.“ – Thomas Rielke, glp

„Exorbitante, von Leistung und vernünftigem Mass abgekoppelte Bezüge sind in der Tat stossend.“ – Christian Dorer, Journalistder Argauerzeitung in einem Kommentar gegen die 1:12-Initiative

„Dass ab einer gewissen Lohnsumme nicht mehr von Verdienen, sondern vielmehr von Erhalten oder Abkassieren gesprochen werden darf, ist, so denke ich, jedem klar.“ – Markus Vogler, CVP-Kantonsrat, Illgau

„Damit ich mich noch einmal deutlich geäussert habe: diese Exzesse, die sind nicht goutierbar.“ – Johann Schneider-Ammann

All diese Aussagen stammen von 1:12-Gegner. Doch gedenken diese, etwas gegen überrissene Löhne und Ausbeutung zu tun? Nein. Denn sie vertreten das Interesse der Abzocker. All ihre Angstmacherei dient einzig dazu, deren privilegierte Position aufrecht zu erhalten, all ihre Aussagen sind Schauspielerei. Bitte lassen Sie sich nicht von ihnen übers Ohr hauen!

Herr Kühnes lehre Drohungen

25. Oktober 2013

Der reichste Schwyzer, Michael Kühne, hat gesprochen. Er besitzt rund 7. Milliarden Vermögen und will sich mit der Firma Kühne + Nagel ins Ausland absetzen, falls die 1:12-Initiative angenommen wird.

Damit zeigt man in Schindellegi ein seltsames Demokratieverständnis. Herr Kühne, in der Schweiz regiert zum Glück das Volk und nicht ein paar Schwerreiche, die uns vorschreiben wollen, wie wir abstimmen sollen! Es ist eine leere Drohung, die Angst machen soll.

Die Logistikfirma wird ihren Hauptsitz auch bei einem JA zur 1:12-Initiative in Schindellegi belassen. Dies liegt unter anderem an den unglaublich niedrigen Unternehmenssteuern und der guten Infrastruktur. Herr Kühne sagt, „ich sehe nicht, wie wir unsere Topmanager noch nach heutigen Massstäben bezahlen sollen.“ Es ist gerade eben das Ziel der Initiative, dass ungerechtfertigte Abzockerlöhne in Zukunft verhindert werden. Zudem: Um gut zu arbeiten, muss die Motivation hauptsächlich von Innen kommen.

Wenn diese Manager bei einer kleinen Lohnkürzung nicht mehr bereit sind zu arbeiten, dann sollte man getrost auf sie verzichten. Ihre Arbeit kann nicht sonderlich gut gewesen sein, wenn ihre Motivation nur von der Lohnhöhe abhängt. Klar, Leistung muss sich lohnen. Aber diese teils astronomisch hohen Millionensaläre haben nichts mehr mit einer realen Leistung zu tun. Da spielt kein Markt mehr, sondern die Vetterliwirtschaft. Viel zu lang haben wir hier in der Schweiz diesem Treiben tatenlos zugesehen.

Drohung ist einer direkten Demokratie unwürdig. Lassen Sie sich daher nicht einschüchtern. Alle Firmen werden auch nach einem JA zu 1:12 in Schwyz bleiben.

Mit Neid hat es nichts zu tun!

23. Oktober 2013

Es ist ein Witz, wenn behauptet wird, die 1:12-Initiative gründe auf Neid. Die Initiative hat nicht zum Ziel, Manager eines Paralleluniversums arm zu machen, da man ihnen ihren Reichtum nicht gönnt. Vielmehr geht es darum, den hier vorhandenen Reichtum gerechter zu verteilen. Je mehr sich rücksichtlose Manager unter den Nagel reissen, desto weniger bleibt für die restliche, auch hart arbeitende, Bevölkerung.

Ständig hört man wieder von Unternehmen, die Leute entlassen oder Löhne kürzen, angeblich, da man dringend sparen müsse. Dies hindert deren Manager aber nicht daran, sich gleichzeitig Millionen im Jahr auszuzahlen. Diese Unverschämtheit gilt es mit der 1:12-Initiative zu bekämpfen!

Die SVP-Initiative bevorteilt Einverdiener-Familien

gebloggt von Memo Aslan am 23. October 2013 in Wahlen & Abstimmungen
Die SVP-Initiative bevorteilt Einverdiener-Familien
Letzten Freitag wurden die ersten Prognosen für die Abstimmungen vom 24. November veröffentlicht. Das Ergebnis zur „Familieninitiative“ (tatsächlich müsste die Initiative wohl eher „Für die Förderung vom traditionellen Familienmodell“ heissen) ist erschreckend. Die Stimmbürger scheinen zu glauben, die SVP-Initiative wolle Gleichheit schaffen. Die SVP gaukelt hier etwas vor.

Tatsächlich sind die verschiedenen Modelle heute gleichgestellt. Familien, bei denen Kosten anfallen, da ihre Kinder in Krippen betreut werden, können dafür Steuerabzüge geltend machen. Dieser Fremdbetreuungsabzug ist nötig, da ohne diesen Abzug Familien mit Fremdbetreuung gegenüber Familien ohne Fremdbetreuung steuerlich schlechter gestellt waren. Die SVP möchte nun diese Gleichstellung wieder aufheben und das traditionelle Modell bevorteilen.

Dass es den Initianten nicht um Gleichbehandlung, sondern um die Bevorzugung von traditionellen Familien geht, sieht man auch schnell, wenn man ihre Argumentation betrachtet: Für sie ist klar, dass es die Frau ist, die zu Hause bleiben sollte, andere Modelle als eine Familie mit zwei heterosexuellen Eltern kommen gar nicht erst in Frage.

Ausserdem ist es heuchlerisch, wenn die SVP behauptet, mit ihrer Initiative Familien generell entlasten zu wollen. Ist es nicht die SVP, die sich ständig gegen höhere Kinderzulagen wehrt? Stimmen Sie Nein zur rückständigen SVP-Initiative, die nichts anderes will, als das traditionelle Familienbild zu zementieren.

Elias Studer, Oberarth, Sekretär JUSO Kanton Schwyz

1:12 Kampagne im Kanton Schwyz

gebloggt von Memo Aslan am 25. September 2013 in Wahlen & Abstimmungen
Liebe Genossinnen und Genossen Am 3.3.2013 haben die Schweizerinnen und Schweizer die Abzocker-Initiative mit grosser Mehrheit angenommen. Die Abzocker-Initiative wird einzelne Praktiken wie goldene Fallschirme verhindern. Es ist aber klar, dass die Lohnexzesse von der Initiative nicht gestoppt werden.

Obligatorische Aktionärsabstimmungen werden exorbitante Vergütungen wie jene von Daniel Vasella nicht verhindern. Gegen den wirklichen Skandal geht die Minder-Initiative nicht vor: Während 440’000 Menschen in diesem Land für einen Tieflohn arbeiten müssen, hat sich die Zahl der Lohnmillionäre in 15 Jahren mehr als verfünffacht! 1% der Schweizer Bevölkerung besitzt heute mehr Vermögen als die restlichen 99% zusammen – ein Hauptgrund dafür ist die sich unaufhaltsam öffnende Lohnschere. Genau hier will die 1:12-Initiative anpacken: Sie begrenzt den höchsten Lohn in einem Unternehmen auf maximal das Zwölffache des tiefsten Lohnes. In genau 58 Tagen werden wir über die 1:12 Initiative abstimmen.

Am 24. November werden wir über die 1:12 Initiative abstimmen. Mit dieser Seite wollen wir euch aus erster Hand über die Kampagne zur 1:12-Initiative im Kanton Schwyz informieren. Seit einiger Zeit arbeitet eine Arbeitsgruppe bestehend aus Mitgliedern der JUSO Innerschwyz und der JUSO Ausserschwyz an der Kampagne zur 1:12 Initiative im Kanton Schwyz.

Wir haben auf unserer Webseite unter www.juso-schwyz.ch/kampagne einen Überblick über die verschiedensten Kampagnenaktivitäten veröffentlicht (wird laufend aktualisiert) und hoffen damit, möglichst viele Personen für eine Mitarbeit zu mobilisieren.

Wir zählen natürlich auf aktive BürgerInnen, denn Geld wie economiesuisse haben wir nicht. Dafür unzählige motivierte AktivistInnen! Wenn Du aktiv bei der Kampagne dabei sein willst kannst Du uns jederzeit via E-Mail unter info@juso-schwyz.ch erreichen und via unserer Webseite www.juso-schwyz.ch/kampagne einen Überblick über die verschiedensten Kampagnenaktivitäten verschaffen. Herzlichen Dank für euer grosses Engagement – gemeinsam können wir ändern was uns stört!

Solidarische Grüsse,
Mehmet Aslan Vize-Präsident JUSO Kanton Schwyz

Jetzt 1:12-Fahne bestellen!

gebloggt von Memo Aslan am 19. August 2013 in Wahlen & Abstimmungen
In 100 Tagen stimmen wir über die 1:12-Initiative ab. Zum Kampagnenstart haben am letzten Freitag bereits über 1’000 Menschen eine 1:12-Fahne aufgehängt auch im Kanton Schwyz hängen zurzeit paar dutzend 1:12-Fahnen .Auf Facebook sind bereits Dutzende von Bildern der Fahnen zu sehen.

Diese Aktion verkörpert genau das, was wir mit der Initiative wollen: Dass wir Bürgerinnen und Bürger unsere Demokratie prägen – und nicht die Topmanager und economiesuisse, die mit ihren Millionen das ganze Land mit Plakaten zupflastern können.

Bestelle doch heute kostenlos eine 1:12-Fahne: www.1-12.ch/fahne. Damit wir die Abzocker in 100 Tagen stoppen und gemeinsam gerechtere Löhne schaffen.

Danke für dein Engagement!

JUSO wächst weiter…

gebloggt von Memo Aslan am 25. June 2013 in JUSO
Die JUSO Kanton Schwyz wächst weiter. An der Jahresversammlung wurde einstimmig beschlossen, zwei neue Sektionen zu gründen. Die JUSO Innerschwyz und JUSO Ausserschwyz existieren ab sofort unter dem Dach der JUSO Kanton Schwyz.

Die Gründung der beiden Sektionen wurde nötig, nachdem die Mitgliederzahl seit der Wiederbelebung der JUSO im Kanton 2010 enorm gewachsen ist. Allerdings war das Wachstum im äusseren Kantonsteil kleiner. Eine eigenständige Sektion in der Ausserschwyz ermöglicht eine bessere Mitgliederrekrutierung in den Bezirken Höfe, March und Einsiedeln und eine Fokussierung auf die spezifischen Politikfelder der Region. Die dafür nötigen Statutenänderungen wurden an der Jahresversammlung mit kleinen Änderungen einstimmig angenommen.

Neue Vorstandsmitglieder gewählt

Die Vorstandsposten der beiden neuen Sektionen wurden einstimmig wie folgt besetzt: In Innerschwyz wird Elias Studer (Oberarth) Präsident und Noah Beeler (Rothenthurm) Sekretär. In der Ausserschwyz amtet ab sofort Kathrin Ziltener (Siebnen) als Präsidentin. Ihr zur Seite steht Karin Dubler (Reichenburg) als Sekretärin.

Der Vorstand der JUSO Kanton Schwyz wurde zudem erweitert. Nach der erfolgreichen Neubelebung 2010 traten Tobias von Rickenbach (Ibach) und die langjährige Parteisekretärin Kathrin Beeler (Rothenthurm) nun zurück. Elias Studer übernimmt das Amt von Kathrin Beeler. Das Ressort Kasse und Kommunikation von Tobias von Rickenbach wurde aufgeteilt. Sarah Rickenbacher (Illgau) wird neu Kassier. Kathrin Ziltener übernimmt die Kommunikation. Zudem übergab Christof Waser (Sattel) das Amt „Aktionen“ an Noah Beeler. Nicolas Suter (Muotathal) und Mehmet Aslan (Seewen) wurden als Präsident bzw. Vize-Präsident wiedergewählt.

JUSO beschäftigt sich mit 3 Initiativen

SP-Präsident Martin Reichlin und Fraktionschef der SP Kanton Schwyz Paul Furrer stellten an der Jahresversammlung die kürzlich lancierte Proporz-Initiative vor. Die JUSO beschloss dieses wichtige Anliegen für gerechtere Wahlen ebenfalls zu unterstützen.

Zudem beschäftigt die JUSO heuer die Unterschriftensammlung zur Spekulationsstopp-Initiative und die Abstimmung zur 1:12-Initiative der JUSO, die voraussichtlich am 24. November vors Volk gelangt. Dazu sind einige Aktionen geplant.

Solidarische Grüsse
JUSO Kanton Schwyz

Schikane bei Unterschriftensammlung

gebloggt von Memo Aslan am 24. February 2013 in JUSO
In der Stadt St. Gallen wurden heute zwei Mitglieder der JUSO von der Polizei beim Unterschriftensammeln auf öffentlichem Grund festgenommen. Als Begründung nannte die Polizei das Fehlen einer Bewilligung für das Unterschriftensammeln. Die JUSO ist empört über diese ungeheure Missachtung demokratischer Grundrechte und prüft nun rechtliche Schritte.

Die zwei JUSOs sammelten heute Vormittag Unterschriften für die Spekulationsstopp-Initiative in St. Gallen. Dabei wurden sie von der Polizei angehalten und angewiesen, eine Bewilligung für das Unterschriftensammeln vorzuweisen. Da für das Unterschriftensammeln ohne Stand auf öffentlichem Grund keine Bewilligung nötig ist, konnten sie eine solche auch nicht vorweisen und wurden auf den Polizeiposten mitgenommen.

Der Vorfall ist besonders pikant: 2009 entschied das Bundesgericht entgegen der Auffassung der Stadt St. Gallen, dass Unterschriftensammlungen auf öffentlichem Grund bis zu drei Personen nicht bewilligungspflichtig sei. St. Gallen wollte damals der GSoA nicht mehr als sechs Tage pro Monat für das Unterschriftensammeln bewilligen. Der aktuelle Vorfall zeigt, dass die Stadt St. Gallen offensichtlich nicht dazugelernt hat und grundlegende demokratische Rechte weiterhin missachtet.

Moritz Hofstetter, Mitarbeiter Kampagnenteam: „Wir wurden verhaftet, obwohl wir die Polizei explizit auf dieses Bundesgerichtsurteil hinwiesen.“ David Roth: „Jetzt reicht es! Die St. Galler Polizei schikaniert zum wiederholten Mal linke UnterschriftensammlerInnen. Es drängt sich der Verdacht auf, dass politische Motive dahinter stecken.“ Die JUSO Schweiz prüft deshalb eine Anzeige wegen Freiheitsberaubung.

http://www.juso.ch/de/node/4291