Vor nicht einmal neun Monaten demonstrierten die Bewohnenden der Nothilfeunterkunft Kaltbach gegen die unhaltbaren Zustände (Kundgebung Mai 2025), denen sie ausgesetzt werden. Ihre Forderungen wurden vom Amt für Migration und der Regierung zerschmettert. Nach tagelangem Demonstrieren, Druck aufbauen und einer Kundgebung hing dann ein “Informationsblatt an der Tür des Kaltbachs:
“Die Bewohnenden durften unter oben beschriebenen Bedingungen auch tagsüber in der Unterkunft bleiben.“
Doch nun zeigt sich einmal mehr, dass auf das Amt für Migration und die Regierung kein Verlass ist. Die Bewohnenden werden erneut aus ihrer Unterkunft ausgeschlossen. Dies bei Temperaturen unter 0°C und Schneefall. Was als (minimale) Verbesserung verkauft wurde, entpuppt sich als leeres Versprechen und die prekäre Situation im Kaltbach wird bewusst aufrechterhalten.
Die Bewohnenden des Kaltbachs protestieren erneut im Amt für Migration und fordern, dass die Türen der Unterkunft Tag und Nacht geöffnet sein sollen!
“Sie sitzen in warmen Büros und entscheiden, wie wir unseren Tag verbringen” - Bewohnende des Kaltbachs.
Die willkürlichen Zustände in Kaltbach sind Ausdruck einer repressiven Migrations- und Asylpolitik, die lieber Profit aus Migration schöpfen will, anstatt - als absolutes Minimum - die Grundbedürfnisse dieser Menschen zu gewährleisten. So werden Menschen illegalisiert und systematisch entmenschlicht. Das Amt für Migration handelt im Interesse der bürgerlichen, vom Kapital gesteuerten Migrationspolitik. Wir können dies weder in Schwyz, noch an jedem anderen Ort länger dulden. Freiheit für alle hier und jetzt!
Kontakt
Petra Schelbert, 077 521 75 88, Präsidentin JUSO Kanton Schwyz.